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Zeckenbissfieber

Fast weltweit tritt das Zeckenbissfieber in verschiedenen Variationen auf. Ausgelöst wird diese Krankheit, die in den meisten Fällen einen harmlosen Verlauf hat, von Rickettsienbakterien.

Mit dem Zeckenbissfieber, die auf Bakterienbefall zurückgehen, können sich Personen, die sich viel im Wald aufhalten, vor allem im Frühjahr infizieren. Die Infektion erfolgt durch einen Zeckenbiss. Es gibt verschiedene Arten des Zeckenbissfiebers, die von diversen Unterarten der Bakteriengattung Rickettsia übertragen werden. Grob wird zwischen dem Zeckenbiss-Fieber der Alten Welt (Mittelmeer-Zeckenbissfieber) und dem Zeckenbissfieber der Neuen Welt (Rocky-Mountain-Fleckfieber) unterschieden. Letzteres ist lediglich aus den USA bekannt, während da Zeckenbissfieber der Alten Welt in Afrika, Australien, Asien, dem Mittelmeerraum und Mitteleuropa auftritt.

Übertragungsweg und Symptome

Die Riksettien-Bakterien leben vorwiegend in Säugetieren wie Ratten und Hunden. Auf den Menschen können sie von Flöhen, Läusen, Milben und vor allem Zecken übertragen werden. Dazu muss die Zecke nicht einmal stechen, für die Übertragung kann es schon ausreichen, wenn die Haut des Menschen mit Zeckenkot in Berührung kommt. Von der Symptomatik her unterscheidet sich das Zeckenbissfieber der Alten Welt von dem der Neuen Welt.

Typische Symptome für das Mittelmeer-Zeckenbissfieber sind neben Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen auch Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen in den Gelenken sowie eine Lymphknotenschwellung. Am Körper kann sich ein knotig-fleckiger Hautausschlag bilden. Ein schwarzes, rot umrandetes Geschwür kann sich rund um die Bissstelle bilden. Weitere Arten des Zeckenbissfiebers verlaufen ähnlich, jedoch meist etwas milder. Weitere mögliche Symptome - je nachdem, welches Bakterium die Krankheit verursacht hat - sind eine Herzmuskelentzündung oder das Tick-borne-Lymphadenopathie-Syndrom.

Neben Kopf- und Muskelschmerzen können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und hohes Fieber ein Anzeichen für das Rocky-Mountain-Fleckfieber sein. Häufig bildet sich an Händen und Füßen ein Hautausschlag, der sich weiter über den Körper ausbreitet. Der Ausschlag zeigt sich durch rötliche Flecken und Eiterbildung. Wird die Krankheit nicht behandelt, können Kreislauf und Nieren versagen. In Extremfällen kann es sogar zum Herzstillstand kommen.

Diagnose und Therapie

Ab einer Woche, nachdem sich der Patient infiziert hat, können in seinem Blut Antikörper gegen Rickettsien nachgewiesen werden. Die Erkrankung wird üblicherweise durch eine Blutuntersuchung nachgewiesen. Alternativ können die Mediziner auch eine Gewebeprobe von der Haut entnehmen. Die Betroffenen sollten schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen, sobald sie die ersten Symptome feststellen. Umso rascher stellt sich der Therapieerfolg ein.

Der Einsatz von Antibiotika verspricht einen relativ raschen Heilungserfolg. Das Zeckenbissfieber klingt meist schon nach wenigen Tagen ab. Zusätzlich verschreibt der Arzt Medikamente wie Schmerzmittel gegen die weiteren Symptome. Grundsätzlich gilt: Je schneller mit der Therapie begonnen wir, umso größer sind die Chancen auf ein gutes Ausheilen. Lediglich das Rocky-Mountain-Fleckfieber muss im Krankenhaus behandelt werden. Ohne Behandlung ist ein sehr schwerer Krankheitsverlauf möglich, der im Extremfall sogar tödlich enden kann. Alle anderen Arten des Zeckenbissfiebers verlaufen meist deutlich harmloser. Ein gefährlicher Krankheitsverlauf mit Spätfolgen ist hier eher unwahrscheinlich.

Lässt sich der Krankheit vorbeugen?

Vorbeugende Maßnahmen gegen das Zeckenbissfieber direkt gibt es nicht. Wer sich viel in der Natur aufhält, sollte sich bestmöglich gegen Zeckenbisse schützen, um eine Erkrankung zu vermeiden. Denn eine vorbeugende Schutzimpfung gegen die Rickettsienbakterien gibt es derzeit noch nicht. Sicherheitshalber sollten Betroffene, die von einer Zecke gebissen wurden, schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen.


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